Montag, 21. Dezember 2009

Morgen sind sie hier!!

Nur eine kurze Eilmeldung: Morgen ist meine liebe Familie hier bei mir in Cape Town, alle vier Ulla, Horst, Nadja und Jannek ja schon zum zweiten Mal. Ich freue mich total darauf mit ihnen hier am Kap Weihnachten und Sylvester zu verbringen. Wir haben ein Bed and Breakfast in Summerset West und werden von dort Kapstadt und die Umgebung erkunden.
Die letzten Wochen haben wir, also ich und die anderen Freiwilligen verzweifelt versucht uns in Weihnachtsstimmung zu bringen, was bei 30° und Ausflügen an den Strand nicht wirklich leicht ist und auch nicht so sehr erfolgreich! Hier sind jetzt schon Sommerferien und es sind nicht so sehr viele Kinder im Children’s Home, weil viele zuhause oder bei Verwandten sind. Vor den Ferien hatten wir eine Weihnachtsfeier für die Kinder bei der ich den Weihnachtsmann spielen durfte, ich habe selten so geschwitzt wie unter dem Kostüm und dem künstlichen Bart, hat aber Spaß gemacht(die Fotos reiche ich nach).
Ich werde in Kürze einen Bericht über die Erlebnisse mit meiner Familie schreiben, ich wünsche aber schon mal allen ein schönes und nicht so stressiges Weihnachten!

Sonntag, 29. November 2009

Endlich wieder!






Endlich mal wieder ein Lebenszeichen! So viel is zwar nicht passiert aber irgendwie schon. Mein Bruder ist jetzt schon wieder ein Monat weg und meine Familie kommt schon in einem Monat wieder!

Ich werde mal versuchen die letzten Wochen kurz und knackig zusammen zufassen.

Ich habe mit einigen anderen Freiwilligen und zwei Kinder aus dem Children’s Home den Tafelberg bestiegen. War schon eine coole Sache, wenn auch sehr anstrengend! Die Tage danach war es mit dem Laufen etwas schwierig, meine Beine ließen sich nur sehr wiederwillig bewegen! Die beiden Jungs die wir mithatten sind uns auch ordentlich davon gelaufen!

An dem Wochenende davor, wurde dem Cildren’s Home ein Strandhaus für die Freiwilligen zur Verfügung gestellt das wir zwei Wochenenden dort verbringen konnten. Wir haben also in zwei Gruppen ein Wochenende am Strand verbracht. Leider hatte die Gruppe mit der ich am Stand war ziemliches Pech mit dem Wetter, was bedeutet dass es das ganze Wochenende geregnet hat. Also hat sich unser „Strand“-Wochenende eher im Haus abgespielt.

Gestern war ich mit den Kindern auf einer Farm, zu der sie eingeladen wurden. Dort sind wir erst mit einem Traktor bzw. auf dem Anhänger mit Heuballen über die Farm gefahren und haben die Tiere angeguckt. Später haben wir dann mit den Kindern am und im Pool dort gesessen und haben Gegrillt, es war ein sehr netter Tag.

Zwischen den Wochenende ist eigentlich alles beim alten, ich bin noch immer fleißig am fahren. Am 11. Dezember fangen hier die langen Sommerferien an, ja der Sommer hat jetzt richtig einzug gehalten und es ist ordentlich heiß mit um die 30°.

Mal schauen ob bis zum nächsten Eintrag etwas weniger Zeit vergeht, ich kann aber für nichts garantieren.

Mittwoch, 4. November 2009

Da war es nur noch Einer!

Ja so schnell geht es! Jannek ist schon wieder in Deutschland, das sogar schon seit fast einer Woche. Am Freitag hat er noch mitgearbeitet, wir waren auf dem Sporttag einer Schule auf die einige der Kinder hier gehen und am Nachmittag hat Jannek sich noch eine Wasserschlacht mit Christiano geliefert. Am Abend habe ich ihn wieder zum Flughafen gebracht, schon komisch wenn man vier Wochen wieder so viel Zeit zusammen verbracht hat und jetzt wieder „alleine“ ist.
Nach dem Flughafen bin ich noch nach Kapstadt rein gefahren und habe mich mit einigen aus meiner AFS-Seminargruppe getroffen, die entweder auch hier wohnen oder aus verschiedenen Gründen grad in Kapstadt weilen.
Ansonsten ist das Wochenende relativ ruhig gewesen da gut die Hälfte der Freiwilligen in ein Haus am Strand gefahren sind, welches uns kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Dort fahre ich diesen Freitag hin aber dazu dann nach dem Wochenende. Am Sonntag war ich mit drei anderen Freiwilligen mit den Kindern auf einer Bootstour zu einer Seehundinsel. Dieser Ausflug wurde von einer in Südafrika lebender Chinesen organisiert die die häufiger was für die Kinder machen. Also ging es erst chinesisch Essen und dann auf die Bootstour, war sehr nett auch wenn ich bei der Insel schon gewesen bin. Der Knüller war eh die Kinder mit den Stäbchen hantieren zusehen.
Die Woche war sonst wie immer, außer dass ich mein kleines Brüderchen vermisse, aber er ist ja mit dem Rest der Familie schon in sieben Wochen wieder hier!



Montag, 26. Oktober 2009

Einmal Garden Route und zurück!


Gestern sind wir von unserem wunderbaren und ereignisreichen Trip auf der Garden Route zurück nach Durbanville gekommen. Über Tausend Kilometer mit unserem treuen Beatle.

Am Montag ging es als erstes nach Cape Agulhas, den südlichsten Punkt Afrikas, also auch der eigentliche Übergang vom Atlantischen-, im Westen und Indischen-Ozean, im Osten. Es war zwar unheimlich windig aber sehr schön, wir haben fleißig Muscheln gesammelt und Abends noch eine feucht fröhliche Urlaubs-Anfangs-Party gehabt. Dem entsprechend haben Jannek und ich auch am nächsten Tag auf den Pferden gesessen. Ja, auf den Pferden wir haben uns zu einem Ausritt am Strand überzeugen lassen, war sehr nett, aber bevorzugen tue ich dann doch vier Räder und nen Lenkrad!

Von dort aus sind wir weiter nach Mossel Bay. In Mossel Bay haben wir in einem stillgelegten Zug direkt am Strand geschlafen, etwas eng aber von der Lage mal einfach unschlagbar, beim Rauschen der Wellen einschlafen und beim Rauschen der Wellen wieder aufwachen. Nach einem erfrischenden Sprung ins Meer am nächsten Morgen, haben wir unseren Beatle wieder beladen und haben uns auf den Weg nach Knysna gemacht.

Der Weg war nicht sonderlich lang. Wir haben auch dort in ein sehr nettes Backpackers eingebucht und haben einen Strand gesucht was sich in Knysna etwas schwierig gestaltete. Nach etwas suchen haben wir zwar keinen Strand aber dafür Felsen gefunden wo sich die Mädels sonnen konnten. Jannek und ich haben uns dazu entschieden ein wenig in den Felsen zu klettern, unheimlich toll und interessant mit einigen Höhlen über dem Wasser und auch vielen im Wasser, zum schwimmen aber etwas zu gefährlich. Abends haben wir noch sehr schön gebraait (das südafrikanische Grillen). Am nächsten Morgen haben wir im Backpackers ausgecheckt und sind runter an Hafen. Dort haben wir eine Fahrt durch die Knysna Lagune auf einem wunderschönen, weißem, segel Katamaran gemacht. Leider waren die Wellen in der Lagunenausfahrt zu hoch um aufs Meer heraus zufahren (Reiseführer: Die Britische Navy bezeichnete die Knysna Lagune als gefährlichste Hafeneinfahrt der Welt). Wieder an Land haben wir noch kurz etwas Gegessen und sind weiter nach Plattenberg Bay.

In Plattenberg Bay wollten wir eigentlich zum Strand da es dort zwar sehr schön aber etwas Windig war, sind wir hoch zu einem Aussichtspunkt von wo man einen wunderbaren Blick auf die Bucht hatten. Am nächsten Morgen kam es zu meinem persönlichen Highlight wir sind zum Höchsten-Kommerziellen Bungy Jumping der Welt gefahren. Jannek, Myri und ich haben uns dann auch todesmutig die 216m hohe Brücke runter gestürzt. Wahnsinn das Gefühl wenn man dort oben steht, die beiden die einen halten anfangen zu zählen 3…2…1 Bungy und einen leicht nach vorne kippen und man in die Tiefe fällt, ein einfach nur irres Gefühl!

Voll beladen mit Adrenalin haben wir uns auf den Weg zurück in Richtung Cape Town gemacht. Mit Zwischenhalt in Wildernis weil Doro und Bianca von dort aus Paragliding machen wollten. Auch dort haben wir in einem super Backpacker übernachtet. Am nächsten morgen sind die beiden dann abgehoben. Hinterher haben wir uns aufgemacht zu unserer letzten Station, ein zweites Mal Mossel Bay. Dieses Mal haben wir uns gegen den Zug entschieden und haben in dem wahrscheinlich schönsten Backpackers auf unsrem Trip übernachtet, ein sehr schönes altes Haus mit tollem Garten mit Fischteich und Hängestühlen, -matten und einer tollen Grillecke.

Am Sonntag sind wir dann zurück nach Durbanville.

Ich hoffe ich konnte die spannende Wochen einigermaßen zusammenfassen.

Damit ist jetzt auch schon Janneks letzte Woche angebrochen am Samstag muss ich meinen kleinen Bruder schon wieder in den Flieger nach Deutschland setzt, mal sehen ob wir noch nen bisschen was von hier aus machen können.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Da könnte man es aushalten!

Gestern habe wir für das Children’s Home einen Trip nach Robinson, einem sehr schönen Weinanbaugebiet etwa 130km von Cape Town, gemacht. Eine wunderbare Rute, sehr schöne Landschaft. Getoppt wurde das ganze nur noch von dem noch schöneren Weingut bei dem wir „Donation-Wein“ abholen mussten. Jannek und zwei andere Freiwillige, die mit uns gekommen sind habe die Gelegenheit dort gleich für ein Weintasting genutzt, ich natürlich nicht da ich fahren musste. Ich werde das noch nachholen da wir einige Flaschen gekauft haben um sie dann hier zutrinken. Laut den dreien der beste wein den sie je getrunken haben, was auch immer das heißt :). Na ich bin mal gespannt da ich mich hier, hoffentlich zur Freude meines Vater, zu einem Weintrinker entwickelt habe. Obwohl ich ihm noch vor meiner Abreise gesagt habe das sei ein Getränk für alte Männer, jetzt darf sich jeder denken was er will!
Jannek ist gestern mit zwei anderen Freiwilligen in ein Township gefahren um dort mit einigen Kindern Fußballtraining zu machen, ein anderes Projekt wo die mithelfen.
Am Montag wollen wir mit drei anderen zu einem Trip auf die Garden Route aufbrechen, natürlich mit unsrem Beatle. Ich habe heute schon einen Spanngurt gekauft um einiges unseres Gepäcks auf dem Dach zu befestigen da es sonst zu fünf Person doch etwas zu eng werden könnte.
Weitere Meldungen dann von oder nach der Garden Route.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Kleiner Bruder gelandet!!


Eine Kurzmeldung über die erfolgreiche Landung von Jannek in South Africa! Heute um 10:10 Uhr habe ich Jannek mit dem Beatle von Flughafen abgeholt und wir sind zu Children’s Home gefahren. Eben waren wir schon einkaufen um heute Abend zu kochen und waren noch einen Kaffee trinken in Durbanville.

Gleich gehen wir die Kinder noch ins Satelite House bringen und nochmal in die Stadt. Wir grüßen alle daheim und wünschen einen entspannten Sonntag!!

Jannek & Nico

Mittwoch, 30. September 2009

Nico: „Ach, wir schaffens noch bis zur nächsten.“

Ja, so kann man sich irren. Auch ein Beatle braucht Benzin und Reserve heißt beim Beatle auch wirklich Reserve! Nicht wie bei meiner schönen Mazda-Luden-Schleuder wo ich noch gute 100km komme. So kam es also dazu das wir letzte Woche den Mietvertrag für den Beatle verlängern und die Fahrer um tragen lassen waren. Schon auf dem hinweg meinte ich: „Na da müssen wir aber bald mal tanken, aber das hält schon noch!“ Es hielt auch noch zumindest bis hin und die ersten Meter gingen auch noch, an der ersten Tanke bin ich dann auch noch fleißig vorbei gefahren, meinte noch: „Ach wir nehmen die nächste!“ Ja, dazu kam es nicht da es plötzlich ratterte und der gute ausgegangen ist und ich so bei mir dachte das kann nicht sein!! Doch es kann sein! Also haben wir uns dann an den Straßenrand vorgetastet, den Beatle abgestellt und haben uns zu Fuß aufgemacht zur Tankstelle an der ich eben noch vorbei gefahren bin. Es war zum Glück nicht so weit aber nicht nötig. Dort haben wir dann einen kleinen Blechkanister geliehen und sind wieder zurück. Jetzt stellte sich nur noch die Frage wie bekommen wir das Benzin aus diesem Kanister in den Tank, weil Kanister und Tankstutzen nicht wirklich kooperieren wollten. Gut das jemand im Auto alte Kaffeebecher vergessen hatte, über die ich mich vorher noch geärgert hatte. Aus diesen habe ich dann einen Einfülltrichter gebastelt und dann sprang der Gute auch gleich wieder an. Wir haben uns also auf den Weg zurück zur Tanke gemacht, dort habe ich erstmal voll getankt! Ja das war auch wieder ein kleines Abenteuer.
Letztes Wochenende hatten unsere Kinder hier den sogenannten „Sportsday“, was bedeutet ein Leichtathletik Wettkampf mit anderen Kinderheimen. War eine recht spaßige Angelegenheit sowohl für uns Freiwillige als auch für die Kinder, die den Wettbewerb auch noch als Beste abgeschlossen haben! Was hoffentlich auch an unserer lautstarken Unterstützung lag.
Ansonsten hatten wir hier diverse Abschiedsfeiern und Geburtstage, also es gibt immer etwas zu feiern man muss nur danach suchen. Habe mich auf jeden Fall mittlerweile super eingelebt und finde es super! Jetzt freue ich mich unheimlich auf meinen kleinen Bruder, der jetzt ja schon am Sonntag angeflogen kommt, also wird der nächste Eintrag wohl von uns beiden sein!!!

Dienstag, 8. September 2009

Von Wahlen, Walen und einem Käfer





Endlich mal wieder Nachrichten! Im Durbanville Kinderhuis läuft soweit sehr gut, meine erste Zeit als Fahrer habe ich um die Arbeit ist OK nur das ich recht früh hoch muss. Schön ist vor allem, dass man hier wieder einem Freizeitprogramm nachgehen kann, so war ich hier jetzt schon ein paar Mal im Fitnesscenter und auch am Wochenende kann man mal wieder feiern gehen. Im super tollen „Stones“, gut so toll ist es nicht aber es ist fast direkt neben dem Kinderhuis und da wir ja immer ne ganze Gruppe sind ist es sehr lustig. Am Wochenende habe ich mit ein einigen anderen Freiwilligen einen Ausflug nach Hermanus gemacht etwa 2 ½ Stunden von hier weg, gut mit einem anderen Auto wären es möglicherweise nur 1 ½ Stunden gedauert, aber mit dem Käfer den ich jetzt hier bis zum 21. September gemietet habe ist man zwar sehr stylisch unterwegs aber eben auch nicht ganz so schnell! In Hermanus waren wir um Wale zu sehen, was uns auch gelungen ist, sehr cool man kann auf den Klippen stehen und sieht Wale vom Land aus.

Jetzt zu den anderen Wahlen, wie ein guter Bürger der Bundesrepublik Deutschland bin ich meinen bürgerlichen Pflichten nachgekommen und habe von Südafrika meine Stimmer zur Bundestagswahl 2009 per Briefwahl abgegeben. Ich fand es überraschend einfach, ich musste nur im Internet meine Briefwahl unterlagen beantragen die mir dann hierher geschickt wurden.

Eigentlich das Beste ist aber mein neuer Begleiter: Ein ca. 40 Jahre alter VW-Käfer. Die kann man hier relativ günstig mieten und da einige die den gemietet haben jetzt abgereist sind habe ich den jetzt erstmal übernommen und muss jetzt noch welche finden die den weiter mit mir mieten wollen. Man ist schon sehr viel uneingeschränkter mit einem Auto, gestern waren wir in Capetown und heute im Kino, was ohne Auto doch recht kompliziert ist!