
Nach meinem Ausflug nach Johannesburg von Donnerstag bis Montag und meiner Tour dieses Wochenende nach Mathabatha bin ich wieder im „schönen“ Mangweni eingetroffen.
Aber von vorne: Letzte Woche Donnerstag morgen bin ich mit ca. 1,5 Std. Verspätung, da der Bus wohl an der Grenze von Mozambik nach Südafrika aufgehalten wurde, von Malelane nach Johannesburg aufgebrochen. Die HINFAHRT verlief dann doch eher Ereignislos. In Johannesburg bin ich dann von Marcel und den beiden anderen Fußballmitstreitern, Asad und Sid von der Central
Park Station abgeholt worden. Von dort ging es dann auf dem kürzesten Weg zum nächsten Park and Ride Platz. An dieser Stelle muss ich dann mal die südafrikanische Organisationfähigkeit lobend erwähnen, die sich ja bis zu diesem Punkt hervorragend vor mir zu verstecken vermocht hat! Wir wurden dann also mit einem „Taxi“ (Ich denke jeder weiß noch was ein Taxi in der Regel hier ist!?!) vom Parkplatz zum Stadion gefahren. Auf dem Weg habe ich mir dann noch eine Südafrika Fahne gekauft um mein „Bafana Bafana“ Fanoutfit perfekt zumachen, eine genauere
Spielbeschreibung lasse ich jetzt hier aus und fasse mich kurz, wie ich es auch in der Schule immer „fleißig“ getan habe so viel wie nötig so wenig wie möglich (nicht ärgern Papa): Stimmung war super, Südafrika hat besser gespielt, Brasilien hat 1:0 gewonnen, Sid war glücklich und die ein Jahres Wahl Südafrikaner nicht ganz. Es war aber ein tolles Erlebnis. Wer eine weitere Beschreibung wünscht empfehle ich auf dem Blog von Marcel und Danine nachzulesen
(http://danineundmarcelunterwegs.blogspot.com/) Marcel hat eine großartige Beschreibung verfasst inklusive Tipps für diejenigen die sich überlegen zur WM zukommen! (Fotos werde ich nachreichen, da ich selber keine gemacht habe)Den folgenden Tag habe ich dann mehr oder weniger im AFS-Office verbracht. Dort einen „Schreibtisch“ zusammengebaut, bestehen aus einer Tür und zwei ich weiß nicht wie die heißen... Holzböcken oder so, also sehr spannend! Dann bin ich noch zum nächsten Einkaufzentrum gelaufen, ja, für alle die es nicht glauben, man kann das auch in Johannesburg wagen ohne erschossen zu werde.

Am Abend haben wir uns noch mit Conny und Marcel getroffen und sind nach Melville in eine Bar, auch das kann man überleben! Als wir dort dann noch Janina und Yvonne, zufällig getroffen haben war unsere „Weltwärts Vorbereitungsgruppe“ schon fast wieder komplett.
Samstag hieß es dann richtig schönes Touristenprogamm erst ins Apartheidmuseum, jedem nur zu empfehlen sehr interessant aber auch sehr viel und dann auf das höchste Gebäude Afrikas den 50. Stock des Carlton Centers, ein hammer Ausblick über Johannesburg (siehe Fotos).
Den Sonntag habe ich dann eine Kostprobe der Arbeit der "direkten" AFS-Volunteers bekommen, erst habe ich mit Danine im Backpackers eine Horde Austauschschüler beaufsichtigt, was sich schlimmer anhört als es in dem Fall war da wir die meiste Zeit im Garten in der Sonne saßen, aber wir haben Präsenz gezeigt :). Von dort sind wir im „Taxi“ mit den Schülern zum Flughafen gefahren um beim Einchecken zu helfen, auch darauf gehe ich jetzt nicht näher ein, da sonst dieser Eintrag den Rahmen sprengen würde.
Am Montag wollte ich dann schön um 8:45 Uhr gemächlich meine Rückfahrt nach Malelane antreten. In der Theorie sehr schön, zu Anfang hat auch alles geklappt, Marcel und Danine haben mich vor der Arbeit zur Central Park Station gebracht, ich war wie ein guter Deutscher früh da. Nur hatte ich meine Rechnung leider ohne die Zuverlässigkeit oder Unzuverlässigkeit der „Translux“- Busse gemacht. Wir fuhren also endlich etwa zwei Stunden zu spät in Johannesburg los, das passte noch in meinen Zeitplan, aber als wir kurz hinter Johannesburg wieder für ca. fünf Stunden stehen blieben und dann mit einem neuen Bus weiter sind, wurde ich doch etwas unruhig, da ich ja von Malelane noch in die Wildnis musste. Das wollte ich eigentlich nicht in der Nacht tun, da das auch auf dem Land nicht zu empfehlen ist und außerdem fahren ja auch die „Taxis“ nicht die ganze Nacht. Darauf begann dann mein Glück im Unglück: Schon während ich in Johannesburg auf den Bus gewartet habe, habe ich mich mit einer alten Dame unterhalten die auf dem Weg zu ihrem Sohn war, der eine Gemüsefarm zwischen Nelspruit und Malelane hat. Nachdem ich ihr dann ihren Koffer zum Bus getragen habe, hatte sie mich komplett ins Herz geschlossen. Als sie dann Mitbekam das ich von Malelane nicht weiter nachhause komme hat sie mir angeboten die Nacht bei ihrem Sohn und der Familie zu schlafen. Dieses Angebot habe ich dann angenommen. Es war sehr nett, die Familie wirkte eher erfreut spontan einen gestrandeten Deutschen für die Nacht aufzunehmen. Ich habe sehr lecker mit der Familie gegessen und mich noch mit dem Sohn unterhalten, alles in allem also eine sehr nette Sache. Damit hörte mein Glück aber noch nicht auf, am nächsten Morgen habe ich an der Hauptstraße gestanden um einen Bus oder ein „Taxi“ nach Malelane zu bekommen. Ich habe kurze Zeit da gestanden als ein Pickup hielt mit einem Mann der fragte wo ich denn hin will. Auf dem Weg nach Malelane haben wir uns unterhalten, er arbeitet für eine Firma die Bauern im Zuckerrohranbau schult und optimiert, dabei stellte sich dann heraus, dass er genau nach Mangweni fährt. Er hat mich genau bis zum Center gefahren. Ich denke diese Ereignisse kann man wirklich Glück im Unglück nennen.
Dieses Wochenende war ein Meeting von allen „Children of the Dawn“ Sandorten in Mathabatha in der Limpopo Provinz, in einem der anderen Center die mit „Children oft he Dawn“ zusammenarbeiten. Die Fahrt dorthin war auch schon wieder ein richtiges Abendteuer, mit ich glaube fünf verschiedenen „Taxis“. Es war sehr interessant und wirklich beeindruckend was die dort aufgebaut haben, ausgehend von zwei
So denke mal das war jetzt mein längster Eintrag.
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