Donnerstag, 30. Juli 2009

Noch einmal Neues vom Land!

Viele haben es ja schon von mir gehört, ich werde Mangweni morgen verlassen um einen Neuanfang in einem Projekt in Kapstadt zu starten. Alles in allem hat sich das hier etwas schwierig gestaltet. So das ich mich schließlich dazu durchgerungen habe AFS zu fragen ob es die Möglichkeit gibt in ein neues Projekt zu wechseln. Hat dann auch alles sehr gut und schnell geklappt. Das neue Projekt ist in Kapstadt und unterstützt Schulen und Kindergärten in Townships (www.saep.org). Vor zwei Wochen habe ich schon mit der verantwortlichen dort telefoniert und es hört sich sehr vielversprechend an. Ich soll wohl unteranderem Erste-Hilfe-Kurse geben und auch nen bisschen Taxifahrer spielen, weil die anderen Freiwilligen die sie haben wohl nicht autofahren können. Alles in allem also der gleiche Job den ich in Deutschland gemacht habe, taxifahren mit nen bisschen erster Hilfe :-).

Die letzten drei Wochen habe ich hier noch ein wenig Stress verbreitet, weil ich mir dann doch in den Kopf gesetzt habe meine Arbeit in Mangweni so gut wie möglich abzuschließen. Man höre und staune: Es ist mir gelungen. Die drei Projekte mit denen ich angefangen habe, habe ich heute zum Abschluss gebracht und wie der aufmerksame Leser ja auch weiß, der Ausflug in Kruger hat auch geklappt.

Heute wurde ich hier sehr nett verabschiedet! Gemeinsam mit den Kindern haben die Damen eine richtige kleine Abschiedsfeier für mich veranstaltet. Als erstes wurde für mich getanzt und dann wurde ich sogar noch beschenkt (ich weiß nur noch nicht so ganz, wie ich das jetzt nach Johannesburg und vor allem dann am Montag nach Kapstadt bekommen soll, aber das klappt schon!) Ich war ganz baff, weil ich damit nun wirklich nicht gerechnet hatte, dachte eher sie seien froh, dass sie jetzt wieder ihre Ruhe haben. In dieser Situation tat es mir dann doch ein wenig weh, dass ich morgen fahre, besonders weil ich die Lütten wirklich in mein Herz geschlossen habe und etwa 95% von ihnen am liebsten mitnehmen würde. Bei den Kindern hatte ich auch nie das Gefühl, dass sie es lieber hätten wenn ich nicht da wäre, was auch meine Entscheidung so schwer gemacht hat. Und da ich das Projekt grundsätzlich weiterhin für unterstützenswert halte. Somit war es auf jeden Fall schön zu merken, dass meine Zeit hier doch etwas gebracht hat und es dem Lütten wirklich gefiel!

Leid tut es mir auch ein wenig um meine Gastfamilie und besonders um meinen kleinen Gastbruder, der mich immer fleißig in meinem Zimmer besuchen gekommen ist und auch in den letzen zwei Wochen damit begonnen hat um punkt sieben an meine Zimmertür zu klopfen (ist ja dann auch höchste Zeit um aufzustehen). Nichts desto trotz, bereue ich meine Entscheidung nicht und freu mich sehr auf das neue Projekt. Morgen geht es von Mangweni über Tonga nach Malelane mit dem „Taxi“ (ich freu mich schon auf die Taxifahrer bei meinem ganzen Gepäck). Von Malelane weiter mit dem Bus nach Johannesburg. Das Wochenende verbringe ich in Johannesburg, da Danine und Marcel mir freundlicherweise wieder Obdach gewähren. Am Montag geht’s weiter nach Kapstadt, gemeinsam mit den anderen Freiwilligen, da wir in Kapstadt alle ein einwöchiges AFS-Zwischenseminar haben, wird bestimmt lustig! Danach starte ich im neuen Projekt.

Ach und noch was Feines zum Schluss, auf dem einen Bild ist mein Abschiedsessen, ich weiß nicht genau welches Verdauungsorgan der Kuh…! Aber eine Spezialität!

Ich denke das reicht jetzt auch erstmal, bevor es langweilig wird und Ihr nicht mehr weiter lest!

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